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| Handwerk

KI-Kompetenzen für Fachkräfte von morgen

Welche KI-Kompetenzen werden in Zukunft in unterschiedlichen Berufen benötigt? Diese Frage steht im Mittelpunkt der hochkarätig besetzten Workshops, an denen Prof. Dr. Klaus Schameister, Leiter des FHM-Instituts für das Handwerk und Jonathan Kruse, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt KIDiHa (Künstliche Intelligenz und Digital-Offensive für das HANDwerk in NRW), beteiligt sind. Die Perspektive der Handwerksbranche bringt Tim-Ole Zimmerling ein. Er ist gelernter Tischler, hat an der FHM den Studiengang Handwerksmanagement am Standort Hannover absolviert und arbeitet heute im elterlichen Betrieb „Zimmerling GmbH“ als Prokurist.

Jonathan Kruse (FHM) und Tim-Ole Zimmerling (Zimmerling GmbH) beim KI-Kompetenzworkshop in Berlin.

Zu der Workshopreihe haben die Gütersloher Bertelsmann Stiftung und der Berliner Stifterverband eingeladen. Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie und Handel, von Gewerkschaften, Verbänden, Hochschulen und Instituten – unter anderem vom Institut der Deutschen Wirtschaft aus Köln – loteten beim ersten Workshop in Berlin aus, welche branchenspezifischen KI-Kompetenzen in unterschiedlichen Berufen schon heute und in Zukunft wichtig sind. Neben allgemeinen Kenntnissen stellte sich in engagierten Diskussionen schnell heraus, dass sich die Kompetenzen stark ausdifferenzieren und je nach Berufsfeld und Aufgabe sehr unterschiedlich sein können.

Das Besondere an der Initiative von Bertelsmann und dem Stifterverband ist, dass hier ein KI-Kompetenzmodell entwickelt wird, an dem Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Branchen mitwirken. Ziel ist es, einen gemeinsamen Orientierungsrahmen zu schaffen, der beschreibt, welche Kompetenzen für einen souveränen und verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz benötigt werden. Zwar existieren bereits zahlreiche Kompetenzmodelle und Frameworks, darunter auch das KI-Kompetenzmodell beziehungsweise KI-Puzzle aus dem Projekt KIDiHa, doch ein übergreifender Rahmen kann dabei helfen, ein gemeinsames Verständnis zu schaffen und die für verschiedene Tätigkeitsfelder relevanten Kompetenzen transparenter zu machen. 

Dabei stehen nicht nur technische KI-Kompetenzen im Fokus, sondern auch Themen wie Datenkompetenz, ethische Fragestellungen sowie übergreifende Soft Skills. Ein Vorteil eines solchen Kompetenzrahmens besteht darin, dass er die Auswahl passender Qualifizierungsangebote erleichtert. Angesichts der großen Zahl an Weiterbildungen, Schulungen und Seminaren kann so besser eingeschätzt werden, welche Angebote zur Entwicklung bestimmter Kompetenzen geeignet sind. Ein Beispiel für die erfolgreiche Verknüpfung von Kompetenzmodell und Weiterbildungsangeboten bietet bereits die österreichische Plattform fit4internet. 

In weiteren Workshops wurden unter anderem berufsspezifische Personas bzw. Profile erstellt, deren KI-Kompetenzen sich je nach Rolle in Arbeitsumfeld und Branche stark unterscheiden. Da das Handwerk sowohl quantitativ als auch für viele aktuelle Transformationsprozesse einen entscheidenden Beitrag leistet, stellt seine Beteiligung an der Entwicklung eines ganzheitlichen KI-Kompetenzmodells eine Wirkmächtigkeit dar und bildet einen wesentlichen Baustein für die Zukunftsfähigkeit des Handwerks. 

„Nur wenn wir Handwerkende dazu befähigen, Künstliche Intelligenz in ihrer Vielschichtigkeit zu verstehen und optimal einzusetzen, kann sie ein wertvolles Werkzeug im gesamten Arbeitsprozess sein“, resümiert Prof. Dr. Klaus Schafmeister.

Anfang November wird das Kompetenzmodell von Bertelsmann Stiftung und Stifterverband in Heilbronn vorgestellt und die Ergebnisse präsentiert. 

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